ActiveCampaign DSGVO-konform in eine WordPress-Website einbinden

activecampain wordpress

Du möchtest ActiveCampaign in deine WordPress-Website integrieren, um etwa Newsletter-Registrierungen o.Ä. zu platzieren? Kein Problem! Wir zeigen dir in diesem Artikel, wie du das beliebte das Marketing-Tool ganz einfach – und vor allem datenschutzkonform – mit deiner Website verknüpfen kannst!

Wir müssen darauf hinweisen, dass die folgenden Aussagen keine Rechtsberatung darstellen. Wir können dir daher nur Einschätzungen aus unserer intensiven Erfahrung mit den EU-Rechtsvorschriften in der Praxis und eine technische Einschätzung der Situation geben.

Was ist ActiveCampagin?

ActiveCampaign ist eine Cloud-Softwareplattform des US-amerikanischen Unternehmens ActiveCampaign LLC, welche sowohl das E-Mail-Marketing, als auch CRM- und Marketing-Automatisierung vereint. Somit steht ActiveCampaign in direkter Konkurrenz zu ähnlichen Lösungen wie MailChimp und Sendinblue.

Das All-in-One-Marketing-Tool hilft dir also dabei, beispielsweise durch die Optimierung deiner Vertriebs- und Marketingprozesse deine Online-Marketing-Strategie auszubauen um so die Kundenzufriedenheit zu steigern. Und bekanntlich sind zufriedene Kunden treue Kunden 😉 ActiveCampaign eignet sich insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen. Es können detaillierte Nutzerprofile erstellt und -aktivitäten verfolgt werden.

Um Prozesse bestmöglich automatisieren zu können, stellt ActiveCampaign Funktionen wie Chatbots zur Verfügung.

Wie auch andere Marketing-Tool-Anbieter bietet ActiveCampaign LLC ein entsprechendes WordPress-Plugin an, um unter anderem Anmeldeformulare einfach und schnell in deine Website einzubetten und das Site-Tracking einzubinden.

Ist ActiveCampaign datenschutzkonform?

Möchtest du ActiveCampaign in deine WordPress-Website einbetten, solltest du einige Vorkehrungen treffen, denn ansonsten kannst du schneller als du denkst, Datenschutzverstöße begehen. Infolgedessen drohen hohe Bußgelder.

Warum?

ActiveCampaign LLC ist ein in den USA ansässiges Unternehmen. Vor dem 16. Juli 2020 wäre das vergleichsweise nicht sonderlich problematisch gewesen. Allerdings wurde an diesem Tag das Privacy Shield – ein Datenschutzabkommen zwischen den USA und der EU – seitens der EU als ungültig erklärt. Grund für diese Entscheidung war/ist das mangelhafte Datenschutzniveau der USA. Seitdem gelten die USA in puncto Datenschutz als unsicheres Drittland.

Folglich darf die Übertragung personenbezogener Daten in die USA grundsätzlich nur auf Basis der Opt-in-Einwilligung geschehen.

Das Problem bei der Integration von ActiveCampaign in deine WordPress-Website ist also die Datenübermittlung in die USA.

So verwendest du ActiveCampaign in WordPress datenschutzkonform

ActiveCampaign und der Datenschutz – ein heikles Thema, wie du gerade festgestellt hast.

Um ActiveCampaign dennoch bestmöglich DSGVO-konform in WordPress integrieren zu können, empfehlen wir dir, die folgenden Punkte zu erfüllen.

Auftragsverarbeitungsvertrag

Du solltest einen sogenannten Auftragsverarbeitungsvertrag (AV-Vertrag) abschließen. Ein AV-Vertrag basiert auf Artikel 28 DSGVO und ist in der Regel immer dann erforderlich, wenn du ein externes Unternehmen mit der Verarbeitung personenbezogener Daten beauftragst. In dem Vertrag ist demnach der datenschutzkonforme Umgang mit diesen Daten geregelt.

Datenschutzerklärung

Zusätzlich zu dem Auftragsverarbeitungsvertrag musst du ActiveCampaign auch in deiner Datenschutzerklärung erwähnen. Und erwähnen meint hierbei nicht einfach auflisten, sondern ausführlich erläutern, zu welchem Zweck du ActiveCampaign auf deiner WordPress-Website einsetzt, welche Daten übertragen werden, an wen diese gehen usw.

Bei der Anmeldung zum Newsletter sollten deine Empfänger mit dem Abhaken einer Checkbox bestätigen, dass sie deine Datenschutzerklärung gelesen haben und dieser zustimmen.

ActiveCampaign und das Double-Opt-in

Zu guter Letzt legen wir dir ans Herz darauf zu achten, dass du die Anmeldungen zu deinen Newsletter mithilfe des Double-Opt-in-Verfahrens einholst.

Heißt: Der Empfänger schickt die Anmeldung ab und erhält im Anschluss eine E-Mail mit einem Bestätigungslink (o.Ä.), mittels welchem er die Anmeldung verifiziert. Somit kannst du als Newsletter-Versender sicherstellen, dass auch wirklich der Inhaber der E-Mail-Adresse die Registrierung angefordert hat.

Darüber hinaus hilft dir das Double-Opt-in-Verfahren dabei, deiner Nachweispflicht nach Artikel 7 DSGVO nachzukommen und ActiveCampaign somit möglichst DSGVO-konform nutzen zu können.

ActiveCampaign Opt-in mit Real Cookie Banner

Neben dem Double-Opt-in-Verfahren, das bei der Newsletter-Anmeldung zum Einsatz kommt, solltest du dir darüber hinaus auch eine "stinknormale" Opt-in-Einwilligung für den Einsatz des ActiveCampaign-Plugins einholen.

Warum?

Wie bereits erklärt, kann mithilfe des ActiveCampaign-Plugins Site-Tracking eingerichtet werden. Hierbei werden Cookies verwendet, um den Nutzer eindeutig identifizieren zu können und über mehrere Unterseiten hinweg zu verfolgen.

Wenn du den Artikel bis hierhin fleißig gelesen hast, weißt du mit Sicherheit, dass du also eine Einwilligung für den Einsatz des Plugins benötigst.

Am einfachsten kannst du diese mittels Real Cookie Banner, einem Cookie Consent Plugin einholen – ebenso eine in die Datenübermittlung in die USA. Quasi eine Zwei-in-Eins-Lösung 😉

activecampaign service template real cookie banner

Die Vorlage für das ActiveCampaign Site-Tracking findest du ganz einfach im Vorlagen-Katalog. Du musst dich also um nichts mehr kümmern, außer auf Speichern zu klicken 😉

Übrigens: Die Vorlage ist bereits in der kostenlosen Version von Real Cookie Banner verfügbar!

ActiveCampaign in WordPress integrieren

Nachdem wir den ganzen Rechtskram nun hinter uns gebracht haben, zeigen wir dir abschließend noch, wie du ActiveCampaign zu deiner WordPress-Website hinzufügen kannst. Das geht nämlich super easy mithilfe des Plugins ActiveCampaign – Forms, Site Tracking, Live Chat.

Und so geht's:

  1. Öffne dein WordPress-Backend
  2. Gehe links im Menü zu Plugins > Installieren.
  3. Suche nach ActiveCampaign. Installiere und aktiviere das Plugin.
activecampaign plugin installation wordpress
    1. Nach der Installation findest du es links im Menü unter Einstellungen > ActiveCampaign.
    2. Anschließend musst du deinen ActiveCampaign-Account mit deiner WordPress-Website verknüpfen, indem du deinen API Key und deine API URL eingibst. Beides findest du in deinem ActiveCampaign-Konto. Klicke hierzu in deinem Konto auf Einstellungen > Entwickler.
    3. Kopiere sowohl deinen API Key als auch deine API URL und füge diese in die entsprechenden Felder ein.
    4. Klicke auf den Connect-Button, um die Verbindung abzuschließen.
    5. Fertig! Schon ist ActiveCampaign mit WordPress verknüpft und du kannst munter Anmelde-Formulare auf deiner Website platzieren.

Die erstellen Formulare erhalten jeweils einen individuellen Shortcode. Diesen kannst du einfach kopieren und an beliebiger Stelle auf deiner Website platzieren, um das Formular dort anzeigen zu lassen. Die Shortcodes sind folgendermaßen aufgebaut: [activecampaign form=ID]

ActiveCampaign Tracking-Code installieren

Das Site-Tracking in ActiveCampaign kannst du ganz leicht aktivieren.

    1. Gehe wieder links im Menü zu Einstellungen > ActiveCampaign.
    2. Im Abschnitt Install Code findest du die Funktion Install ActiveCampaign code. Aktiviere diese, indem du den toggle umlegst.

Du hast nun die Möglichkeit, dich zwischen zwei Tracking-Methoden zu entscheiden: Track by default und Don't track by default.

Track by default: Es wird standardmäßig die IP-Adresse bekannter Kontakte (ohne deren Einwilligung!) sowie Seitenbesuche erfasst.

Don't track by default: Bekannte Kontakte werden nicht ohne deren Einwilligung getrackt. Wie du diese am einfachsten und schnellsten einholen kannst, haben wir ja bereits ausführlich erklärt 😉

Denke daran, deine Änderungen zu speichern!

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