MailPoet in eine WordPress-Website einbinden (DSGVO-konform)!

Newsletter gehören heutzutage zum Standardrepertoire eines jeden Marketers. Umso besser, wenn es Plugins gibt, mithilfe dessen Hilfe entsprechende Anmeldeformulare auf der eigenen Website platziert werden können. Einer dieser Plugin Anbieter ist MailPoet.

Wie genau du das beliebte Newsletter-Plugin MailPoet ohne viel Aufwand – und vor allem kostenlos – schnell und unkompliziert datenschutzkonform in deine WordPress-Website integrieren kannst, erfährst du in diesem Artikel!

Wir müssen darauf hinweisen, dass die folgenden Aussagen keine Rechtsberatung darstellen. Wir können dir daher nur Einschätzungen aus unserer intensiven Erfahrung mit den EU-Rechtsvorschriften in der Praxis und eine technische Einschätzung der Situation geben.

Was ist MailPoet?

MailPoet ist ein Plugin im Bereich E-Mail-Marketing. Es ist sehr intuitiv aufgebaut, sodass sowohl Anfänger als auch Profis es wunderbar verwenden können, um auf ihrer Website Newsletter zu erstellen und zu verwalten. Dabei kann auf eine Vielzahl an bereits angefertigten, modifizierbaren Vorlagen zurückgegriffen werden.

MailPoet und der Datenschutz

Im Gegensatz zu anderen Newsletter-Tools ist das MailPoet in puncto Datenschutz bereits recht gut aufgestellt. Nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, dass MailPoet kein US-amerikanischer Dienst ist und somit das heikle Thema Datenübertragung in die USA wegfällt.

Allerdings gibt dennoch so einiges, dass du im Hinblick auf eine DSGVO-konforme Einbindung von MailPoet in WordPress beachten solltest.

✅ Opt-in-Einwilligung

Immer dann, wenn du einen nicht-essenziellen Dienst oder Cookie einsetzt, der personenbezogene Daten überträgt, benötigst du eine Opt-in-Einwilligung deines Website-Besuchers. Nicht-essenziell meint hierbei nicht technisch notwendig für die Grundfunktionalität deiner Website. Oder anders gesagt: Funktioniert deine Website auch ohne diesen Cookie oder Dienst?

Im Fall von MailPoet ist die Antwort definitiv ja.

MailPoet ist eine Marketingplattform, die es uns ermöglicht, Zielgruppen zu differenzieren und Marketingnachrichten per E-Mail zu versenden. Cookies werden verwendet, um sich zu merken, welche Aufforderungen zum Abonnieren des z. B. Newsletters angezeigt und geschlossen wurden.

Die logische Schlussfolgerung daraus ist, dass du dir eine Opt-in-Einwilligung für den Einsatz von MailPoet auf deiner Website einholen musst. Aber keine Angst, wir können dich beruhigen, denn mit einem Cookie Consent Plugin wie Real Cookie Banner ist das super einfach (und auch kostenlos 😉)

Im Folgenden gehen wir davon aus, dass du MailPoet-Plugin bereits installiert hast.

Wichtig Die MailPoet-Vorlage in Real Cookie Banner ist nur für MailPoet 3 oder neuer gültig.

Du benötigst die Service-Vorlage nur, wenn du ein Formular zur Newsletter-Anmeldung verwendest, das versteckt werden kann (z.B. Popup). Nur in diesem Fall wird ein Cookie gesetzt!

Personenbezogene Daten werden niemals direkt vom Browser deiner Besucher an MailPoet übertragen, sondern nur z.B. bei der Anmeldung zum Newsletter über deine WordPress-Installation. Beachte dazu bitte den MailPoet Guide to Conform to GDPR.

  1. Öffne dein WordPress-Backend.
  2. Gehe links im Menü zu Cookies > Services (Cookies) > Service hinzufügen. .
  3. Suche in den Vorlagen nach “MailPoet” und klicke diese an.
  1. Jetzt befindest du dich in der Service-Konfiguration. Hier musst du eigentlich nichts weiter machen, als nach unten ans Ende der Vorlage scrollen und auf Speichern klicken. Real Cookie Banner hat bereits fleißig alles für dich ausgefüllt. Lasse den Haken bei Content Blocker für diesen Service erstellen unbedingt gesetzt.

Was ist ein Content Blocker? Stell dir vor, ein Nutzer deiner Website akzeptiert nicht alle Services. Gleichzeitig hast du z. B. ein YouTube-Video eingebunden, das Cookies setzen würde, denen der Besucher nicht zugestimmt hat. Laut der ePrivacy-Richtlinie ist das nicht erlaubt. Content Blocker ersetzen für solche Nutzer automatisch Iframes, Script- und Link-Tags wie YouTube-Videos und bieten dem Nutzer an, das Video anzusehen, sobald dieser in das Laden von YouTube-Videos einwilligt.

  1. Auch hier musst du wieder nichts ausfüllen, prüfe die Daten und scrolle anschließend nach unten.
  2. Klicke auf Speichern.
  3. Das war’s! Jetzt kannst du MailPoet-Formulare ganz datenschutzkonform – erst nach der aktiven und informierten Einwilligung des Nutzes – in deine WordPress-Website integrieren. 🙌

✅ ✅ Double-Opt-in

Um dein E-Mail-Marketing so DSGVO-konform wie möglich gestalten, solltest du den Anmeldeprozess für deine Newsletter unbedingt mittels des Double-Opt-in durchführen – denn doppelt hält bekanntlich besser 😉 Spaß beiseite: Mithilfe des Double-Opt-in-Verfahrens kannst du sicherstellen, dass sich auch wirklich der Inhaber der E-Mail-Adresse für den Newsletter angemeldet hat.

Das Ganze läuft so ab, dass nach dem Absenden der Anmeldung eine E-Mail im Postfach des Absenders landet. Diese E-Mail enthält einen Bestätigungslink, der angeklickt werden muss, um die Registrierung abzuschließen.

Glücklicherweise ist diese Funktion bereits standardmäßig in MailPoet aktiviert. Alternativ kannst du dies noch einmal prüfen unter MailPoet > Einstellungen > Registrierungsbestätigung.

🤝 Auftragsverarbeitungsvertrag

Immer dann, wenn du ein externes Unternehmen mit der Verarbeitung personenbezogener Daten deiner Nutzer/Besucher/Kunden beauftragst, musst du einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AV-Vertrag) abschließen. Grundlage ist dabei DSGVO Art. 28 Dies ist unter anderem der Fall, wenn du den Analyse-Dienst Google Analytics einsetzt.

Zusätzlich solltest du zu jedem Anmeldeformular eine Checkbox hinzufügen, mittels welcher der Absender bestätigt, dass er deine Datenschutzbestimmungen gelesen hat und diesen auch zustimmt.

📝 Datenschutzerklärung

Der finale Schritt ist MailPoet in der Datenschutzerklärung deiner Website aufzunehmen. Im Zuge dessen musst du etwa erläutern, zu welchem Zweck du MailPoet auf deiner Website einsetzt, welche Daten verarbeitet werden und an wen diese gelangen.

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